Gartenschlauch wird bei Sonne porös: So rettest du deine Bewässerung

Lesedauer: 15 Min
Aktualisiert: 28. April 2026 22:14

Wenn ein Gartenschlauch in der Sonne spröde wird, liegt das fast immer an Material, UV-Strahlung und falscher Lagerung. Mit der richtigen Schlauchart und ein paar einfachen Gewohnheiten kannst du verhindern, dass dein Schlauch schon nach ein, zwei Sommern reißt und undicht wird.

Wer Schlauch, Anschlüsse und Lagerplatz passend auswählt, hat über viele Jahre eine zuverlässige Bewässerung und spart sich dauerndes Nachkaufen und Ärger mit Lecks.

Warum Gartenschläuche in der Sonne spröde werden

Die Hauptursache für spröde, rissige Gartenschläuche ist eine Kombination aus UV-Licht, Hitze und Materialermüdung. Kunststoff und Gummi enthalten Weichmacher, die das Material elastisch halten. Unter Sonne und Wärme verflüchtigen sich diese Stoffe nach und nach, der Schlauch verliert seine Geschmeidigkeit und wird brüchig.

UV-Strahlung zerstört außerdem die Polymerketten im Kunststoff. Man sieht das oft an einer Farbveränderung: Das Material bleicht aus und wirkt stumpf. Gleichzeitig heizt die Sonne das Schlauchmaterial stark auf, besonders bei dunklen Schläuchen. Die Temperatur im Inneren steigt zusätzlich, wenn Wasser im Schlauch steht, das sich mit aufwärmt. Diese Belastung über viele Stunden und Tage schwächt die Struktur.

Hinzu kommen mechanische Einflüsse: Wird der Schlauch immer an derselben Stelle geknickt, über scharfe Kanten gezogen oder mit dem Rasenmäher touchiert, fangen die Risse genau dort an. In Verbindung mit Sonne und Alter beschleunigt sich dieser Prozess deutlich.

Materialien im Vergleich: Welcher Schlauch hält Sonne besser aus?

Nicht jeder Gartenschlauch reagiert gleich empfindlich auf Sonne und Hitze. Das verwendete Material entscheidet stark darüber, ob ein Modell nach zwei Sommern aufgibt oder zehn Jahre durchhält. Beim Kauf lohnt sich daher ein Blick über die reine Länge und den Preis hinaus.

Einlagige, sehr leichte und günstige Schläuche bestehen meist aus einfachem PVC ohne besonderen UV-Schutz. Diese Ausführung ist weich und anfangs angenehm flexibel, altert aber deutlich schneller. Mehrlagige Schläuche besitzen dagegen mehrere Schichten mit Gewebeeinlage und oft einer UV-stabilisierten Außenschicht.

Gummischläuche oder Mischungen aus Gummi und hochwertigem Kunststoff gelten als robuster. Sie vertragen stärkere Sonneneinstrahlung besser, sind dafür etwas schwerer. Spezielle UV-beständige Schläuche sind häufig mit einem Hinweis des Herstellers gekennzeichnet, etwa als „UV-stabil“ oder „für dauerhafte Außennutzung geeignet“.

Typische Anzeichen: So erkennst du, dass dein Schlauch leidet

Wer frühzeitig erkennt, dass ein Schlauch unter der Sonne leidet, kann noch rechtzeitig reagieren und Maßnahmen ergreifen. Sichtprüfung und Haptik sind dabei die wichtigsten Signale.

Typische Warnzeichen sind:

  • Die Oberfläche fühlt sich rau, hart oder stumpf an statt glatt und elastisch.
  • Beim Biegen zeigen sich kleine weiße oder helle Linien am Knick.
  • Es bilden sich feine Haarrisse, vor allem an Bögen, Übergängen und Kupplungen.
  • Beim Bewässern tropft Wasser aus kleinen, punktförmigen Löchern, die auf den ersten Blick kaum sichtbar sind.
  • Die Farbe ist deutlich verblasst oder wirkt „kreidig“.

Wenn du bei leichtem Druck auf die Schlauchwand das Gefühl hast, dass sie spröde knistert oder sich ungleichmäßig eindrücken lässt, deutet das ebenfalls auf Alterung hin. In diesem Stadium sollte der Schlauch aus der direkten Sonne genommen und im Zweifel ausgetauscht werden, bevor er beim nächsten Bewässern platzt.

Einfluss von Wasser, Druck und Temperatur

Nicht nur die Sonneneinstrahlung selbst setzt Gartenschläuchen zu, sondern auch der Umgang mit Wasser und Druck. Steht Wasser länger im Schlauch, erwärmt es sich stark, wenn der Schlauch auf der Terrasse oder auf Pflaster liegt. Solche erhitzten Wasserreste dehnen das Material zusätzlich aus.

Anleitung
1Nach dem Gießen Wasser abdrehen und den Schlauch Druck abbauen lassen.
2Den Schlauch grob von der größten Nässe und Erde befreien, damit sich kein Schmutz festbrennt.
3Locker und ohne enge Knicke auf einen Schlauchwagen, eine Halterung oder Trommel aufrollen.
4Den aufgerollten Schlauch an einen schattigen Platz bringen, zum Beispiel in den Schuppen, an eine Nordwand oder unter ein Dach.
5Bei längerer Hitzephase tagsüber nicht dauerhaft ausgerollt liegen lassen, sondern nur zum Bewässern ausziehen.

Hoher Leitungsdruck kann die Lage verschärfen. Besonders in Hanglagen oder bei starkem kommunalem Wasserdruck staut sich viel Kraft im Schlauch. Kombiniert mit hohen Temperaturen im Sommer kommt es vermehrt zu Blasenbildung in der Schlauchwand. Diese Blasen platzen früher oder später auf und hinterlassen deutlich sichtbare Risse oder Löcher.

Wer einen Druckminderer einsetzt, schützt nicht nur Sprinkler und Tropfer, sondern auch den Schlauch. Ebenso hilft es, Wasser nach dem Gießen abzulassen, statt den Schlauch prall gefüllt in der Sonne liegen zu lassen.

Fehler bei Lagerung und Nutzung, die Schläuche altern lassen

Viele Schäden entstehen nicht nur durch Wetter und Material, sondern durch ungünstige Gewohnheiten im Gartenalltag. Kleinere Anpassungen im Umgang mit dem Schlauch verlängern seine Lebensdauer deutlich.

Häufige Fehler sind:

  • Der Schlauch bleibt dauerhaft ausgerollt in der Sonne liegen.
  • Er liegt ständig über scharfen Kanten, Mauerecken oder Rasenkantensteinen.
  • Er wird regelmäßig mit Gewalt über Ecken oder um Bäume gezogen.
  • Beim Aufwickeln entstehen enge Knicke oder „Knickstellen“ an immer derselben Position.
  • Der Schlauch überwintert draußen, gefüllt mit Restwasser.

Wer diese Punkte vermeidet, reduziert die Belastung erheblich. Schon einfache Änderungen wie ein anderer Lagerplatz, ein Schlauchwagen oder ein größerer Wickelradius verhindern dauerhafte Materialspannung und daraus resultierende Risse.

So schützt du deinen Gartenschlauch vor Sonnenschäden

Ein guter Schutz vor Sonnenschäden beruht auf drei Säulen: Schatten, richtige Aufbewahrung und passende Nutzung. Je mehr du davon im Alltag umsetzt, desto länger bleibt der Schlauch geschmeidig und dicht.

Bewährt hat sich folgende Vorgehensweise:

  1. Nach dem Gießen Wasser abdrehen und den Schlauch Druck abbauen lassen.
  2. Den Schlauch grob von der größten Nässe und Erde befreien, damit sich kein Schmutz festbrennt.
  3. Locker und ohne enge Knicke auf einen Schlauchwagen, eine Halterung oder Trommel aufrollen.
  4. Den aufgerollten Schlauch an einen schattigen Platz bringen, zum Beispiel in den Schuppen, an eine Nordwand oder unter ein Dach.
  5. Bei längerer Hitzephase tagsüber nicht dauerhaft ausgerollt liegen lassen, sondern nur zum Bewässern ausziehen.

Wer keinen überdachten Platz hat, kann zumindest eine einfache Abdeckung nutzen, etwa eine lichtundurchlässige Plane, die locker über dem Schlauch hängt. Wichtig ist, dass Luft zirkulieren kann, damit sich darunter keine Hitzestauung bildet.

Die richtige Schlauchart für sonnige Gärten auswählen

Je sonniger dein Garten liegt und je öfter du bewässerst, desto sorgfältiger solltest du dein Schlauchsystem auswählen. Wer viel direkte Mittagssonne hat, braucht anderes Material als jemand, der einen überwiegend schattigen Hofgarten bewässert.

Für vollsonnige Gärten eignen sich mehrlagige, UV-stabilisierte Schläuche mit Gewebeeinlage besonders gut. Diese Varianten erkennst du an der Angabe der Druckstufe (häufig in bar) und am Hinweis auf UV-Beständigkeit. Ein höherer angegebenen Berstdruck ist ein Indiz für robustere Wandstärken.

Flachschläuche, die sich erst unter Wasserdruck aufblähen, sind platzsparend, jedoch in der prallen Sonne manchmal empfindlicher, wenn sie leer dünn und knickanfällig daliegen. Textile, dehnbare Schläuche sind angenehm leicht, sollten jedoch nur gewählt werden, wenn der Hersteller sie ausdrücklich für den Dauereinsatz im Freien ausweist.

Schlauchwagen, Trommel und Wandhalterung sinnvoll einsetzen

Ein Schlauchwagen oder eine Wandtrommel sorgt nicht nur für Ordnung, sondern schützt den Schlauch auch vor UV-Licht und mechanischen Schäden. Richtig eingesetzt, verlängert so ein System die Lebensdauer des Schlauchs deutlich.

Idealerweise platzierst du Wagen oder Trommel an einem Ort, der zumindest stundenweise schattig ist. Viele Gärtner befestigen ihre Schlauchtrommel an einer Nord- oder Ostwand des Hauses oder an der Innenseite eines Geräteschuppens. Dort bekommt das Material weniger direkte Sonneneinstrahlung ab.

Beim Aufwickeln solltest du darauf achten, dass der Schlauch ohne starke Zugbelastung und ohne scharfe Knicke aufgerollt wird. Dreht sich der Wagen oder die Trommel schwer, lieber kurz anhalten und den Schlauch mit der Hand etwas nachführen, statt mit Kraft zu ziehen. So vermeidest du Dehnstellen, die später reißen.

Schäden beurteilen: Lohnt sich eine Reparatur?

Ob sich die Reparatur eines gealterten Gartenschlauchs lohnt, hängt von Art und Ausmaß der Schäden ab. Kleinere Löcher oder ein einzelner Riss im sonst noch weichen Material sind oft gut zu flicken. Ein Schlauch, der sich steif anfühlt und überall Haarrisse zeigt, sollte dagegen lieber ersetzt werden.

Bei punktuellen Schäden helfen Reparaturstücke oder Verbindungsstücke aus dem Baumarkt. Dazu schneidest du den beschädigten Bereich heraus und verbindest die Enden mit einer passenden Kupplung. Wichtig ist, dass der restliche Schlauch stabil bleibt und sich ohne Knacken biegen lässt.

Sind die Risse jedoch großflächig verteilt, treten an mehreren Stellen Lecks auf oder platzt der Schlauch bei normalem Leitungsdruck wiederholt, ist die Reparatur selten wirtschaftlich. Dann ist ein neuer, robusterer Schlauch meist die bessere Wahl, zumal du damit zukünftige Wasserverschwendung vermeidest.

Beispielsituation: Schlauch auf der sonnigen Terrasse

Ein häufiger Fall im Alltag: Der Wasseranschluss liegt an der Hauswand zur Südseite, und der Schlauch wird nach dem Gießen einfach zusammengelegt auf der Terrasse liegen gelassen. Platten aus Beton oder Stein heizen sich stark auf, der Schlauch liegt wie auf einer Warmhalteplatte.

In dieser Situation altert das Material besonders schnell. Die Unterseite wird durch die heiße Fläche belastet, die Oberseite durch die Sonne. Steht dazu noch Wasser im Schlauch, entsteht ein Mix aus Hitze, Druck und UV-Strahlung, der das Material stark angreift.

Abhilfe schafft hier ein fester Platz für eine Wandtrommel oder Halterung im Schatten, auch wenn der Wasseranschluss selbst an der sonnigen Wand bleibt. Ein paar zusätzliche Meter Schlauch für den Weg in den Schatten zahlen sich aus, wenn das Material jahrelang hält.

Beispielsituation: Großer Garten mit Sprinkler

In großen Gärten mit Rasenflächen kommen oft mehrere Regner oder Versenkregner zum Einsatz. Dafür liegen lange Schlauchleitungen im Freien, teilweise dauerhaft angeschlossen. Gerade dort treten Alterungserscheinungen schnell auf, weil der Schlauch fast ständig im Sonnenlicht liegt.

Wer einen fest installierten Sprinklerkreis betreibt, ist mit unterirdischen, festen Leitungen und oberirdisch nur kurzen Anschlussstücken gut beraten. Diese kurzen Stücke lassen sich leichter tauschen und schützen, während die Hauptleitungen im Erdreich vor UV-Strahlung sicher sind.

Kann oder soll nichts eingegraben werden, empfiehlt sich die Verwendung hochwertiger, druckstabiler Schläuche, die entlang schattiger Kanten verlegt und nach der Saison komplett abgebaut werden. So liegt über den Winter nichts offen herum, das zusätzlich altert.

Beispielsituation: Kleiner Stadtgarten mit wenig Lagerfläche

In kleinen Gärten oder auf Hinterhöfen ist oft kaum Abstellfläche vorhanden. Der Schlauch wird daher gerne am Zaun hangen gelassen oder in einer Ecke neben den Mülltonnen abgelegt. Gerade Metallzäune heizen sich in der Sonne stark auf, was die Schlauchwand zusätzlich belastet.

Eine einfache Lösung kann eine kompakte Schlauchtrommel oder ein textiler dehnbarer Schlauch sein, der nach dem Gebrauch auf wenige Meter zusammenschrumpft und drinnen in einem Eimer oder an einem Haken im Haus oder Keller aufbewahrt wird. Damit entziehst du das Material vollständig der Sonne.

Falls eine Lagerung im Innenraum nicht möglich ist, lohnt sich zumindest ein schattiger Winkel im Garten, etwa auf der Nordseite eines Schuppens oder hinter einer Hecke. Ein paar Meter mehr Laufweg für den Schlauch sind ein geringer Preis für deutlich längere Haltbarkeit.

Wartung im Jahresverlauf: So bleibt der Schlauch lange fit

Eine einfache, saisonale Routine hilft, Materialschäden früh zu erkennen und zu vermeiden. Insbesondere der Übergang vom Frühling in den Sommer und vom Herbst in den Winter ist entscheidend für die Lebensdauer des Schlauchs.

Im Frühling lohnt sich ein kurzer Funktionstest: Schlauch ankoppeln, Wasser aufdrehen und die komplette Länge der Leitung abgehen. Dabei achtest du auf Tropfstellen, Verdickungen der Schlauchwand und auffällige Verfärbungen. Kleinere Schäden können jetzt noch mit Reparaturstücken behoben werden.

Im Sommer ist die wichtigste Maßnahme, den Schlauch nicht dauerhaft in der prallen Sonne liegen zu lassen und ihn nach Möglichkeit druckfrei und trocken zu lagern. Im Herbst schließlich sollte das System vollständig entwässert und frostfrei verstaut werden, damit keine Frostschäden hinzukommen, die das ohnehin geschwächte Material weiter belasten.

Umgang mit UV-exponierten Bereichen im Garten

Manche Stellen im Garten lassen sich kaum beschatten, etwa lange Wege, offene Terrassen oder Flächen ohne Bäume. Trotzdem muss dort häufig Wasser hin, sei es für Beete, Hochbeete oder Kübelpflanzen. In solchen Bereichen hilft eine durchdachte Leitungsführung.

Schläuche lassen sich entlang schattiger Gebäudekanten, Hecken oder Zäune führen, anstatt sie quer über die offene Fläche zu legen. Wo das nicht möglich ist, kann eine leichte Abdeckung helfen, etwa eine schmale Holzbohle, ein Bretterweg oder ein Stück Rasenkante, unter der der Schlauch verschwindet.

Für dauerhaft bewässerte Bereiche, zum Beispiel für ein Bewässerungssystem für Hochbeete, sind schwarze PE-Rohre oder feste Gartenleitungen oft besser geeignet als herkömmliche Schläuche. Sie sind in der Regel stabiler gegen UV-Licht und für eine dauerhafte Installation konzipiert.

Wann sich der Umstieg auf ein festes Bewässerungssystem lohnt

Wer große Flächen oder viele Beete bewässert, steht irgendwann vor der Frage, ob ein fest installiertes System nicht schonender und bequemer wäre. Neben dem Komfort spielt hier auch die Haltbarkeit der Leitungen und Schläuche eine Rolle.

Ein festes Bewässerungssystem mit verlegten Hauptleitungen, Tropfschläuchen und Anschlüssen reduziert die Anzahl der Schläuche, die ständig in der Sonne liegen. Die Hauptleitungen verlaufen meist unterirdisch oder unter Mulch, wo sie vor UV-Strahlung geschützt sind.

Gleichzeitig lässt sich mit Tropfbewässerung und gezielten Strahlern Wasser einsparen, weil es direkt an die Wurzelbereiche gelangt. Für kleinere Gärten reicht oft schon eine Kombination aus einem kurzen Schlauchstück und einigen Tropfschläuchen für Beete und Kübel, um den Bedarf an ständig ausgelegten Schläuchen zu reduzieren.

Häufige Irrtümer rund um Gartenschläuche und Sonne

Rund um die Verwendung von Gartenschläuchen im Sommer halten sich einige Annahmen, die sich bei näherem Hinsehen nicht bewahrheiten. Wer diese Missverständnisse kennt, kann bewusster mit dem Material umgehen.

Ein verbreiteter Irrtum ist die Annahme, dass dickere Schläuche automatisch unempfindlich gegen Sonne sind. Dicke Wände helfen zwar gegen Druck, doch ohne UV-Schutz altern auch kräftige Schlauchmodelle im Licht. Entscheidend ist die Qualität der Außenschicht.

Ebenfalls häufig wird davon ausgegangen, dass ein einmal entstandener feiner Riss einfach ignoriert werden kann, solange das Wasser noch weitgehend ankommt. In Wahrheit vergrößert sich so ein Schaden bei weiterer Nutzung im Sommer schnell, bis der Schlauch an der Stelle platzt oder stark undicht wird. Frühe Reparatur oder Austausch ist sicherer und spart Wasser.

Sicherheit beim Gießen: Heißes Wasser im Schlauch vermeiden

In der Sonne aufgeheizte Schläuche können sehr warmes Wasser enthalten, das für empfindliche Pflanzen und auch für Hände unangenehm sein kann. Gerade dunkle Schläuche erreichen an heißen Tagen hohe Innentemperaturen, wenn das Wasser länger steht.

Vor dem Bewässern lohnt es sich, das alte, erwärmte Wasser kurz ablaufen zu lassen, etwa auf einem Weg oder in den Rasen, der eine kurze Hitzephase eher verkraftet. Danach strömt kühleres Wasser aus der Leitung nach, das für Beete und Kübelpflanzen besser geeignet ist.

Wer häufig zu heißen Zeiten gießt, kann über hellere Schlauchfarben nachdenken. Sie heizen sich weniger stark auf als sehr dunkle Modelle und schonen damit sowohl das Material als auch die Pflanzen.

Häufige Fragen rund um Gartenschläuche und starke Sonneneinstrahlung

Wie lange hält ein Gartenschlauch bei intensiver Sonne?

Bei dauerhafter UV-Belastung können einfache Schläuche schon nach zwei bis drei Jahren deutlich altern. Hochwertige, UV-stabilisierte Modelle schaffen bei guter Pflege oft fünf bis zehn Jahre, bevor erste Risse auftreten.

Kann ich meinen alten Schlauch noch retten, wenn er schon kleine Risse zeigt?

Kleinere Schadstellen lassen sich mit Reparaturkupplungen oder kürzen des betroffenen Stücks oft noch ausgleichen. Sobald das Material großflächig spröde wirkt oder der Schlauch an mehreren Stellen undicht ist, lohnt sich meist nur noch der Austausch.

Welche Farbe ist für einen Schlauch in sonniger Lage am besten geeignet?

Dunkle Schläuche heizen sich stärker auf, sind dafür aber oft etwas widerstandsfähiger und lichtundurchlässig, was Algenwuchs verringert. Helle oder transparente Modelle bleiben kühler, reagieren aber häufig empfindlicher auf UV-Strahlung, sofern kein spezieller Schutz eingearbeitet wurde.

Hilft es, den Gartenschlauch nach dem Gießen im Schatten liegen zu lassen?

Das Ablegen im Schatten reduziert sowohl UV-Einwirkung als auch Hitzeentwicklung im Material deutlich. Noch besser ist eine geschützte Lagerung auf Wagen, Trommel oder an einer Halterung, die zusätzlich vor mechanischer Belastung schützt.

Ist ein Schlauch mit Gewebeeinlage widerstandsfähiger gegen Sonneneinfluss?

Gewebeverstärkte Schläuche sind in der Regel druckstabiler und verformen sich weniger, was bei hohen Temperaturen von Vorteil ist. Gegen UV-Strahlung schützt jedoch vor allem die Qualität der Außenschicht und die verwendete Kunststoffmischung.

Spielt Wasserhärte eine Rolle für die Lebensdauer meines Schlauchs?

Sehr hartes Wasser kann im Inneren Ablagerungen verursachen, die das Material auf Dauer zusätzlich beanspruchen. Im Vergleich zur Sonneneinstrahlung ist dieser Einfluss eher gering, kann bei alten oder günstigen Schläuchen aber die Alterung beschleunigen.

Wie erkenne ich rechtzeitig, dass der Schlauch bald undicht werden könnte?

Typische Vorzeichen sind matte, aufgeraute Oberflächen, feine Haarrisse und Knickstellen, die sich nicht mehr richtig ausformen. Auch kleine Wassertröpfchen an bestimmten Stellen unter Druck deuten darauf hin, dass das Material an Stabilität verliert.

Was bringt es, den Wasserdruck zu reduzieren?

Ein moderater Druck entlastet die Schlauchwand, besonders wenn das Material durch Sonne und Alterung schon etwas geschwächt ist. So sinkt die Gefahr, dass sich vorhandene Mikrorisse zu größeren Leckagen ausweiten.

Sind Spiral- und Flexschläuche empfindlicher gegenüber UV-Strahlung?

Viele Spiral- und besonders flexible Schläuche bestehen aus weicheren Kunststoffen, die stärker auf Hitze und UV-Einwirkung reagieren. Modelle mit klar ausgewiesener UV-Beständigkeit oder zusätzlichem Schutzmantel halten in sonnigen Lagen deutlich länger durch.

Wie lagere ich meinen Schlauch über den Winter, wenn er viel Sonne abbekommen hat?

Vor dem Einwintern sollte der Schlauch vollständig entleert, grob gereinigt und locker aufgerollt werden. Ein frostfreier, trockener und dunkler Lagerort verhindert zusätzliche Materialbelastung und gibt dem ohnehin schon strapazierten Kunststoff eine Verschnaufpause.

Lohnt sich ein Schlauchwagen wirklich oder reicht ein Haken an der Wand?

Ein einfacher Haken ist besser als das Liegenlassen auf dem Boden, weil der Schlauch weniger geknickt wird. Ein Wagen oder eine geschlossene Trommel bietet jedoch deutlich mehr Schutz vor Sonne, Schmutz und mechanischen Schäden und macht das Auf- und Abrollen komfortabler.

Kann ich mehrere kurze Schläuche besser vor Sonnenschäden schützen als einen langen?

Mehrere kurze Teilstücke lassen sich gezielter dort lagern, wo Schatten und Schutz vorhanden sind. Außerdem kann ein stark gealtertes Stück leichter ersetzt werden, ohne direkt die komplette Schlauchlänge austauschen zu müssen.

Fazit

Schläuche, die viel Sonne und Hitze ausgesetzt sind, altern deutlich schneller, lassen sich mit der richtigen Auswahl und einer überlegten Lagerung jedoch spürbar länger nutzen. Wer auf UV-stabile Materialien achtet, den Schlauch nach dem Gießen aus der Sonne holt und Druck sowie Knicke meidet, spart sich häufige Neuanschaffungen. So bleibt mehr Zeit und Budget für das, worauf es im Garten wirklich ankommt: gesunde Pflanzen, entspannte Bewässerung und Freude an jedem geglückten Gießgang.

Checkliste
  • Die Oberfläche fühlt sich rau, hart oder stumpf an statt glatt und elastisch.
  • Beim Biegen zeigen sich kleine weiße oder helle Linien am Knick.
  • Es bilden sich feine Haarrisse, vor allem an Bögen, Übergängen und Kupplungen.
  • Beim Bewässern tropft Wasser aus kleinen, punktförmigen Löchern, die auf den ersten Blick kaum sichtbar sind.
  • Die Farbe ist deutlich verblasst oder wirkt „kreidig“.

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