Diese Pflanzen helfen gegen Mücken auf der Terrasse

Lesedauer: 15 Min
Aktualisiert: 16. Juni 2026 19:01

Bestimmte Kräuter und duftende Balkon- und Gartenpflanzen können Mücken auf der Terrasse spürbar unattraktiver machen. Am besten wirken sie dort, wo der Aufenthalt der Insekten ohnehin gestört wird: am Sitzplatz, an sonnigen Kanten, in Töpfen neben Türen und rund um die Lieblingsplätze im Garten.

Der Effekt ist meist begrenzt, aber sehr nützlich: Pflanzen ersetzen keine konsequente Mückenbekämpfung, sie machen den Bereich jedoch oft deutlich angenehmer. Wer die richtigen Arten klug platziert und ein paar typische Fehler vermeidet, bekommt aus einem normalen Sitzplatz schnell eine freundlichere, ruhigere Ecke.

Warum Pflanzen gegen Mücken überhaupt helfen können

Mücken orientieren sich mit ihren Fühlern an Gerüchen, Luftfeuchtigkeit, Wärme und Bewegung. Starke ätherische Düfte können diese Orientierung stören oder für den Menschen so prägend werden, dass der Bereich weniger einladend wirkt. Genau deshalb funktionieren duftende Pflanzen am besten, wenn sie in Reichweite stehen und bei Wärme oder leichtem Wind Duft abgeben.

Wichtig ist die Erwartung: Eine Pflanze macht die Terrasse selten mückenfrei. Sie kann aber zusammen mit trockenen Untersetzern, guter Luftzirkulation und dem Entfernen von stehendem Wasser ein Umfeld schaffen, das Mücken deutlich weniger mögen. Wer nur auf eine Pflanze setzt und zugleich Gießwasser in Eimern oder Untersetzern stehen lässt, verschenkt einen großen Teil des Effekts.

Diese Arten haben sich im Alltag bewährt

Für die Terrasse eignen sich besonders Pflanzen, die kräftig riechen, mit Sonne zurechtkommen und im Topf zuverlässig wachsen. Je besser der Standort zur Pflanze passt, desto mehr Duft entsteht und desto angenehmer wirkt die Umgebung.

Sehr beliebt sind Zitronenmelisse, Lavendel, Rosmarin, Basilikum, Minze, Zitronenverbene und Duftgeranien. Auch Zitronenthymian und Eukalyptus werden oft eingesetzt, sofern das Klima und der Standort passen. Für viele Gärten gilt: Je aromatischer das Blattwerk, desto eher lässt sich ein störender Duftschleier rund um den Sitzplatz aufbauen.

  • Zitronenmelisse passt gut an helle, halbschattige Plätze und wächst schnell.
  • Lavendel liebt Sonne und durchlässige Erde, besonders in größeren Kübeln.
  • Rosmarin bringt Duft, Struktur und mediterranes Gefühl auf die Terrasse.
  • Basilikum ist praktisch nahe am Tisch oder an der Küche, braucht aber Wärme und regelmäßige Pflege.
  • Minze riecht stark, breitet sich aber sehr schnell aus und gehört besser in einen eigenen Topf.
  • Duftgeranien wirken vor allem dann gut, wenn sie warm und lichtreich stehen.

Welche Pflanze zu welchem Terrassenplatz passt

Nicht jede Terrasse ist gleich. Eine sonnige Südterrasse verlangt andere Pflanzen als ein schattiger Sitzplatz unter einem Baum oder eine Ecke mit starkem Wind. Wer den Standort mitdenkt, spart Geld und ärgert sich später weniger über kümmerliches Wachstum.

Auf sonnigen Terrassen funktionieren Lavendel, Rosmarin, Thymian und Duftgeranien meist am besten. Halbschattige Plätze vertragen Zitronenmelisse, Minze in Töpfen und manche robuste Kräuter deutlich besser. Bei Wind hilft es, die Töpfe etwas geschützt zu stellen, weil Duftstoffe dann zwar verteilt werden, die Pflanzen selbst aber nicht austrocknen dürfen.

Auf kleinen Balkonen oder engen Terrassen zählt die Platzierung besonders. Mehrere mittelgroße Töpfe am Rand des Sitzbereichs wirken häufig besser als ein einzelner großer Kübel in der Ecke. Der Duft sollte dort ankommen, wo Menschen sitzen, nicht nur am äußersten Ende der Fläche.

So verstärkst du die Wirkung im Gartenalltag

Die beste Pflanze bringt wenig, wenn rundherum Wasser steht, das Licht nachts anzieht oder die Terrasse feucht und windstill bleibt. Mücken mögen geschützte, warme und leicht feuchte Zonen. Deshalb ist die Kombination aus Pflanze und Pflege oft entscheidender als die Sorte allein.

Anleitung
1Wähle für sonnige Plätze trockenheitsverträgliche Kräuter und Blühpflanzen.
2Setze die Pflanzen in Gefäße mit Abzugslöchern und lockerer Erde.
3Gieße nach dem Einsetzen gründlich an, lasse die Oberfläche danach aber leicht abtrocknen.
4Dünge sparsam, damit die Pflanzen kompakt bleiben und ihr Aroma gut ausbilden.

Hilfreich ist eine einfache Reihenfolge: erst stehendes Wasser entfernen, dann die Töpfe an den Sitzbereich holen, danach die duftstärksten Arten in die Nähe stellen und zum Schluss regelmäßig Blätter berühren oder leicht anstoßen. So wird der Duft besser freigesetzt. Bei Kräutern wie Minze, Lavendel oder Basilikum reicht ein sanftes Streifen oft schon, damit der Geruch deutlicher wahrnehmbar ist.

Auch Licht spielt eine Rolle. Helle, aber nicht übermäßig grelle Beleuchtung ist abends angenehmer als starke, offene Lichtquellen. Wer zusätzlich Untersetzer nach dem Gießen leert und Regenwasser in Schalen oder Eimern vermeidet, senkt das Risiko, dass Mücken die Terrasse trotzdem als guten Platz erkennen.

Pflege entscheidet über Duft und Wirkung

Eine Pflanze, die leidet, duftet meist schwächer. Trockene, verfilzte oder vergeilte Exemplare sehen nicht nur müde aus, sie liefern oft auch weniger ätherische Öle. Gerade Kräuter brauchen deshalb einen Standort, an dem sie wachsen dürfen, ohne ständig zu nass zu stehen.

Lavendel mag durchlässige Erde und wenig Nässe. Rosmarin kommt mit Trockenheit besser zurecht als mit schweren, nassen Substraten. Basilikum braucht mehr Wasser, aber keine Staunässe. Minze wächst kräftig, verliert im Topf aber schnell an Vitalität, wenn sie zu eng steht oder der Ballen völlig austrocknet.

Wer regelmäßig schneidet, fördert oft einen kompakteren Wuchs. Das ist nicht nur hübscher, sondern praktisch: Mehr frische Triebe bedeuten in vielen Fällen auch mehr Duft. Besonders bei Kräutern lohnt es sich, Blätter für die Küche zu ernten, statt die Pflanzen in Ruhe verholzen zu lassen.

Typische Fehler bei der Auswahl

Ein häufiger Irrtum ist die Annahme, dass jede stark riechende Pflanze automatisch Mücken vertreibt. Das stimmt nur teilweise. Manche Arten riechen für Menschen angenehm, entfalten aber im Freien zu wenig Wirkung, weil der Duft an der frischen Luft schnell verfliegt oder die Pflanze am falschen Standort steht.

Ebenso problematisch ist ein zu dichter Pflanzendschungel direkt am Sitzplatz. Das wirkt zwar gemütlich, kann aber Feuchtigkeit festhalten und Mücken eher begünstigen. Besser ist eine lockere, luftige Anordnung mit einzelnen Duftinseln rund um die Terrasse.

Auch zu kleine Töpfe sind ein Klassiker. Darin trocknen Pflanzen rasch aus, wachsen schlecht und liefern wenig Blattmasse. Ein etwas größerer Kübel mit guter Erde ist oft die bessere Wahl, selbst wenn er anfangs weniger dekorativ wirkt.

Wenn die Terrasse abends besonders betroffen ist

Abends werden Mücken oft aktiver, weil Temperatur, Luftfeuchtigkeit und menschliche Ausatemluft zusammenkommen. Genau dann lohnt es sich, die Pflanzen in die unmittelbare Nähe des Tisches zu holen und die Terrasse vorher kurz zu kontrollieren. Offene Gießkannen, Untersetzer und Wasserreste sind dann die ersten Stellen, die geprüft werden sollten.

Bei starkem Mückendruck helfen mehrere Ebenen gleichzeitig. Duftpflanzen an den Rändern, trockene Untergründe, geschlossene Regenbehälter und luftige Sitzplätze wirken zusammen deutlich besser als eine einzelne Maßnahme. Wer außerdem lange, warme Abendstunden auf der Terrasse verbringt, sollte Pflanzen wählen, die auch bei ein paar Tagen Trockenheit nicht sofort schlapp machen.

Ein natürlicher Mix statt nur eine Sorte

Oft ist eine Mischung aus zwei bis vier passenden Pflanzen die beste Lösung. Lavendel bringt einen klaren Duft und Struktur, Zitronenmelisse ergänzt das Ganze mit frischer Note, und Rosmarin oder Thymian sorgen für zusätzliche Aroma-Impulse. So entsteht ein Bereich, der für Mücken weniger attraktiv und für Menschen deutlich angenehmer ist.

Bei Mischpflanzungen lohnt sich ein Blick auf den Wasserbedarf. Lavendel und Rosmarin mögen eher trocken, Basilikum und Minze brauchen mehr Feuchtigkeit. Wer diese Gegensätze direkt in einen Kasten setzt, kämpft später mit einer Hälfte, die zu trocken, und einer anderen, die zu nass ist. Besser ist es, Pflanzen mit ähnlichen Ansprüchen zu gruppieren.

Rund um den Sitzplatz sinnvoll verteilt

Die Platzierung entscheidet oft mehr als die Sorte. Eine Pflanze am Eingang, eine am Tisch und eine am Rand der Terrasse erzeugen meist einen besseren Effekt als ein einzelner Kübel mitten im Blickfeld. So entsteht eine Art Duftzone, ohne dass der Platz überladen wirkt.

Besonders praktisch sind erhöhte Töpfe, Pflanzsäulen oder schmale Kästen auf Mauern und Geländern. Dort kann der Duft leichter vom Wind getragen werden, und die Pflanzen stehen näher an der Aufenthaltszone. Bei kleinen Terrassen reicht manchmal schon ein gut gesetzter Mix entlang der Längsseite, um die Ecke spürbar angenehmer zu machen.

Warum Mücken trotz Pflanzen bleiben können

Wenn Pflanzen allein nicht reichen, liegt die Ursache häufig nicht an der Art, sondern am Umfeld. Stehendes Wasser in Regentonnen, Gullys, Untersetzern oder versteckten Ecken ist ein starker Lockfaktor. Auch dichter Bewuchs, feuchte Erde und windstille Bereiche können Mücken anziehen.

Außerdem reagieren verschiedene Mückenarten unterschiedlich. Was bei einer kleinen Abendplage gut wirkt, reicht bei starkem Befall nach Regen oft nicht mehr aus. In solchen Fällen hilft es, die Terrasse systematisch zu prüfen: Wasserquellen entfernen, Pflanzen nachrüsten, Standort verbessern und erst dann über weitere Mittel nachdenken.

Wenn du wenig Zeit für Pflege hast

Für Gartenfreunde mit wenig Zeit sind robuste Kräuter meist die beste Wahl. Lavendel, Rosmarin und Thymian kommen vergleichsweise gut mit gelegentlicher Pflege zurecht, solange der Standort stimmt. Minze ist zwar pflegeleicht, braucht aber einen eigenen Topf und etwas Kontrolle, weil sie sonst sehr schnell wuchert.

Wer sich möglichst wenig Arbeit machen möchte, setzt auf große Töpfe, gute Drainage und einen festen Platz in der Sonne. Dann muss seltener gegossen werden, und die Pflanzen bleiben länger stabil. Das spart Zeit und hält die Terrasse trotzdem angenehm grün und aromatisch.

Wie du die Wirkung im Laufe des Sommers verbesserst

Im Frühsommer reichen oft schon wenige Pflanzen, weil die Abende noch milder sind und Mücken weniger zahlreich auftreten. Im Hochsommer dagegen lohnt sich ein dichteres Arrangement. Dann ist es sinnvoll, verblühte Teile zu entfernen, schwache Triebe zurückzuschneiden und neue Kräuter nachzusetzen, wenn ein Topf zu lückig geworden ist.

Auch ein Standortwechsel kann helfen. Eine Pflanze, die im Halbschatten nur mäßig wächst, steht am warmen Rand der Terrasse manchmal deutlich besser. Wer Veränderungen beobachtet, kann die Töpfe innerhalb weniger Minuten umstellen und so die Duftwirkung anpassen, ohne gleich neue Pflanzen kaufen zu müssen.

Was du bei Haustieren und Kindern bedenken solltest

Viele Kräuter gelten im Gartenalltag als unproblematisch, trotzdem sollten Pflanzen nie blind in Reichweite von Kindern oder Haustieren stehen. Manche Tiere knabbern gern an Blättern, andere reagieren empfindlich auf stark duftende Arten oder ätherische Öle. Gerade bei Duftgeranien, Minze oder stark aromatischen Kräutern ist ein kurzer Blick auf die Verträglichkeit sinnvoll.

Am sichersten ist eine Platzierung, bei der die Pflanzen gut erreichbar sind, aber nicht direkt zum Naschen einladen. So bleibt die Terrasse angenehm, ohne dass aus der Deko gleich ein kleines Probierbuffet wird. Bei Unsicherheit ist ein höherer Standort oft die entspanntere Lösung.

Ein paar Kräuter, die doppelt nützen

Viele mückenhemmende Pflanzen sehen nicht nur gut aus, sondern landen auch in der Küche. Basilikum, Rosmarin, Thymian, Minze und Zitronenmelisse bringen Aroma in Getränke und Gerichte. Das ist für Gartenfreunde besonders praktisch, weil eine Pflanze gleich mehrere Aufgaben übernimmt.

Wer gern erntet, sollte allerdings regelmäßig schneiden und nicht alles stehen lassen. Frische Triebe liefern meist mehr Duft und bleiben kompakter. So verbinden sich Nutzwert und Terrassenschutz auf eine sehr natürliche Weise.

Die passende Auswahl nach Gartentyp

Auf einer klassischen Steinterrasse funktioniert ein strukturierter Mix aus Kübeln, Kräutern und ein bis zwei Blühpflanzen oft am besten. Auf einer Holzterrasse sollten die Töpfe stabil stehen und keine dauerfeuchten Untersetzer hinterlassen. In einem naturnahen Garten darf der Übergang zu Beeten fließender sein, solange der Sitzplatz selbst offen und luftig bleibt.

Wer mediterran gestaltet, greift meist zuerst zu Lavendel, Rosmarin und Thymian. Wer es eher natürlich und üppig mag, ergänzt Zitronenmelisse oder Minze. Wichtig ist weniger der Stil als die Frage, ob der Bereich mit Duft, Licht und Luft genug Struktur bekommt, damit Mücken ihn unattraktiver finden.

Duftwände für den Sitzplatz sinnvoll aufbauen

Wer Mücken auf der Terrasse auf natürliche Weise fernhalten möchte, erzielt mit gut platzierten Pflanzen oft mehr als mit einzelnen Töpfen ohne Plan. Entscheidend ist nicht nur die Sorte, sondern auch die Anordnung rund um den Bereich, in dem du wirklich sitzt. Kräuter und Duftpflanzen entfalten ihren Effekt am besten dort, wo Luftbewegung sie leicht verstreut und wo du ihren Geruch im Alltag wahrnimmst.

Besonders wirksam ist eine Mischung aus niedrigen und etwas höheren Gefäßen. Niedrige Töpfe mit stark duftenden Arten können am Rand von Tisch und Stühlen stehen, während größere Kübel den äußeren Terrassenbereich abfangen. So entsteht eine natürliche Duftzone, die den Aufenthaltsbereich angenehmer macht. Wichtig bleibt dabei, dass die Pflanzen nicht zu dicht stehen, damit sie gesund bleiben und genug Licht bekommen.

  • Stelle duftstarke Pflanzen in die Nähe von Laufwegen und Sitzplätzen.
  • Arbeite mit mehreren kleinen Gruppen statt mit einer einzigen dichten Reihe.
  • Nutze Windrichtungen, um den Duft in den Aufenthaltsbereich zu lenken.
  • Wähle Töpfe und Kübel so, dass du sie leicht verschieben kannst.

Standort, Wasser und Erde richtig zusammendenken

Viele Gartennachrichten über abwehrende Pflanzen bleiben zu allgemein, dabei hängt ihre Wirkung stark vom Standort ab. Lavendel liebt Sonne und trocknere Bedingungen, während Zitronenmelisse oder Minze etwas mehr Feuchtigkeit schätzen. Wer den Platz auf der Terrasse passend auswählt, erhält kräftigere Pflanzen, und kräftige Pflanzen verströmen in der Regel auch mehr Duft. Genau dieser Duft macht sie für den Einsatz gegen Mücken auf der Terrasse interessant.

Auch das Substrat hat Einfluss darauf, wie vital die Pflanzen bleiben. Durchlässige Erde verhindert Staunässe, die viele Arten schwächt, während eine mäßig nährstoffreiche Mischung das Wachstum unterstützt. In Töpfen ist regelmäßiges Gießen wichtig, aber noch wichtiger ist das richtige Maß. Zu viel Wasser fördert weiche Triebe, zu wenig Wasser bremst die Entwicklung und verringert die Blattmasse, die für den Duft verantwortlich ist.

Worauf du beim Einpflanzen achten kannst

  1. Wähle für sonnige Plätze trockenheitsverträgliche Kräuter und Blühpflanzen.
  2. Setze die Pflanzen in Gefäße mit Abzugslöchern und lockerer Erde.
  3. Gieße nach dem Einsetzen gründlich an, lasse die Oberfläche danach aber leicht abtrocknen.
  4. Dünge sparsam, damit die Pflanzen kompakt bleiben und ihr Aroma gut ausbilden.

Mehr Wirkung durch Pflege, Schnitt und Ernte

Duftpflanzen entfalten ihr Potenzial nicht nur über den Sommer hinweg von selbst. Viele Arten reagieren auf einen regelmäßigen Rückschnitt mit frischem Austrieb, und junge Triebe duften oft intensiver als vergreiste Pflanzenteile. Wer Lavendel nach der Blüte leicht formt, Rosmarin nicht verholzen lässt oder Basilikum immer wieder beerntet, erhält kompakte Pflanzen mit mehr Blattmasse. Das zahlt sich auch im Blick auf die Mückenabwehr aus, denn die aromatischen Pflanzen bleiben so lebendiger und präsenter.

Ernten gehört hier ebenfalls dazu. Gerade bei Kräutern ist das Abschneiden einzelner Triebe nicht nur für die Küche nützlich, sondern fördert gleichzeitig einen buschigeren Wuchs. Entferne zudem regelmäßig verblühte Teile und gelbe Blätter. Saubere Pflanzen wirken gepflegt, treiben besser nach und halten die Terrasse optisch ordentlich. Für Gartenfreunde ist das ein angenehmer Nebeneffekt, weil Nutzwert und Gestaltung zusammenpassen.

  • Schneide nach der Hauptblüte leicht zurück, statt die Pflanzen ausufern zu lassen.
  • Ernte Kräuter regelmäßig, damit sie neu austreiben.
  • Entferne welkes Material, damit Luft und Licht gut an die Pflanze gelangen.
  • Kontrolliere Kübelpflanzen häufiger, weil sie schneller austrocknen und erschöpfen.

Gestaltungsideen für eine stimmige Terrasse

Wer den Außenbereich nicht nur zweckmäßig, sondern harmonisch anlegt, nutzt Pflanzen mit abwehrender Wirkung zugleich als Gestaltungselement. Ein Terrassenrand mit Lavendel, Thymian und Zitronenverbene wirkt mediterran und ordnet den Sitzplatz optisch. In einem eher natürlichen Gartenbild passen Zitronenmelisse, Katzenminze und verschiedene Kräuter besser zusammen. So entsteht keine reine Schutzpflanzung, sondern ein stimmiges Gesamtbild mit Nutzen für Alltag und Atmosphäre.

Auch Gefäße spielen eine Rolle. Terrakotta betont den warmen Charakter vieler Duftpflanzen, während schlichte Kübel in Grau oder Anthrazit moderne Sitzbereiche ruhiger wirken lassen. Wer größere Töpfe mit kleineren Gruppen kombiniert, kann Übergänge zwischen Terrasse und Beet schaffen. Das ist besonders hilfreich, wenn der Bereich nicht hart abgegrenzt wirken soll und die Bepflanzung in den restlichen Garten übergehen darf.

FAQ

Welche Pflanzen eignen sich besonders gut für die Terrasse?

Bewährt haben sich vor allem stark duftende Kräuter und robuste Beetpflanzen wie Lavendel, Zitronenmelisse, Basilikum, Rosmarin oder Duftgeranien. Sie verströmen Aromen, die Menschen oft angenehm finden, Mücken aber eher meiden.

Wie viele Pflanzen brauche ich, damit der Effekt spürbar wird?

Ein einzelner Topf reicht meist nur für einen kleinen Bereich. Deutlich besser wirkt eine Gruppe aus mehreren Pflanzen, die rund um den Sitzplatz verteilt stehen und ihren Duft im warmen Bereich der Terrasse entfalten.

Ist der Standort für die Wirkung wichtig?

Ja, sehr sogar. Pflanzen bringen mehr, wenn sie an sonnigen und windgeschützten Plätzen stehen, weil sich dort die ätherischen Öle besser entfalten können. Auf schattigen, zugigen Flächen bleibt der Duft oft schwächer.

Welche Kräuter passen auch optisch gut auf eine Terrasse?

Kräuter wie Thymian, Salbei, Rosmarin und Minze verbinden Nutzen und schönes Aussehen. In Töpfen oder Kübeln lassen sie sich gut mit anderen Sommerpflanzen kombinieren und fügen sich in verschiedene Gestaltungen ein.

Wie pflege ich solche Pflanzen, damit sie lange nützlich bleiben?

Regelmäßiges Gießen, das Entfernen verblühter Teile und ein passender Rückschnitt halten viele Arten vital. Wer sie außerdem nicht im Nährstoffüberschuss zieht, erhält oft kompakte Pflanzen mit kräftigem Duft.

Hilft es, die Blätter gelegentlich zu berühren?

Ja, bei manchen Arten verstärkt leichtes Streifen oder sanftes Anfassen den Duft. Das ist besonders praktisch, wenn man die Töpfe nahe am Tisch oder entlang des Sitzbereichs platziert.

Sind Duftpflanzen allein eine ausreichende Lösung gegen Mücken?

Sie sind eine gute Ergänzung, ersetzen aber keine weiteren Maßnahmen. Stehendes Wasser, offene Lichtquellen und ungeschützte Essensreste ziehen Mücken zusätzlich an und sollten deshalb ebenfalls vermieden werden.

Welche Pflanzen lassen sich gut in Kübeln halten?

Für Kübel eignen sich Lavendel, Zitronenverbene, Basilikum, Rosmarin und viele Geranienarten. Wichtig ist ein ausreichend großes Gefäß mit guter Drainage, damit die Wurzeln gesund bleiben.

Kann ich verschiedene Pflanzenarten miteinander kombinieren?

Ja, ein gemischtes Pflanzenbild ist oft sogar sinnvoll. So lässt sich der Duft über längere Zeit verteilen, und zugleich entsteht ein harmonischer Eindruck auf der Terrasse.

Wann ist der beste Zeitpunkt zum Aufstellen oder Pflanzen?

Am sinnvollsten ist der Beginn der warmen Saison, sobald keine Nachtfröste mehr drohen. Dann wachsen die Pflanzen zügig an und entwickeln bis in den Sommer hinein ein gutes Aroma.

Worauf sollte ich achten, wenn Kinder oder Tiere mit auf der Terrasse sind?

Dann sind ungiftige und robuste Arten die sichere Wahl. Stark aromatische Pflanzen sollten außerdem so stehen, dass sie zwar wirken, aber nicht dauernd berührt oder angeknabbert werden.

Fazit

Mit der richtigen Auswahl lässt sich eine Terrasse nicht nur grüner, sondern auch deutlich angenehmer gestalten. Besonders gut funktionieren kombinierte Pflanzungen aus duftenden Kräutern und widerstandsfähigen Zierpflanzen. Wer Standort, Pflege und Anordnung mitbedenkt, schafft einen Sitzplatz, der in den warmen Monaten spürbar entspannter nutzbar ist.

Checkliste
  • Zitronenmelisse passt gut an helle, halbschattige Plätze und wächst schnell.
  • Lavendel liebt Sonne und durchlässige Erde, besonders in größeren Kübeln.
  • Rosmarin bringt Duft, Struktur und mediterranes Gefühl auf die Terrasse.
  • Basilikum ist praktisch nahe am Tisch oder an der Küche, braucht aber Wärme und regelmäßige Pflege.
  • Minze riecht stark, breitet sich aber sehr schnell aus und gehört besser in einen eigenen Topf.
  • Duftgeranien wirken vor allem dann gut, wenn sie warm und lichtreich stehen.

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