Wenn Dahlienknollen im Winter schrumpelig werden, verlieren sie zu viel Feuchtigkeit oder sie liegen zu warm, zu trocken oder zu nass. Meist steckt eine ungünstige Lagerung dahinter, manchmal auch eine Knolle, die schon vor dem Einlagern geschwächt war.
Die gute Nachricht: In vielen Fällen lässt sich das Problem mit ein paar gezielten Handgriffen verhindern. Wer Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Zustand der Knollen passend ausbalanciert, bekommt im Frühjahr deutlich vitalere Pflanzen.
Warum Knollen überhaupt schrumpfen
Dahlienknollen leben von ihren Speichern. Sie geben während der Ruhezeit Feuchtigkeit ab und verbrauchen Reserven, auch wenn sie in dieser Phase kein Blattwerk bilden. Wird der Verlust zu groß, wirken die Knollen weich, runzlig und deutlich kleiner als beim Einlagern.
Das ist zunächst ein Zeichen von Austrocknung. Problematisch wird es, wenn der Feuchtigkeitsverlust mit zu warmer Lagerung, zu viel Luftzug oder einer falschen Verpackung zusammenkommt. Dann trocknen die Knollen nicht gleichmäßig, sondern ziehen sich oft fleckig zusammen und verlieren ihre Spannkraft.
Ein zweites Muster sieht ähnlich aus, hat aber eine andere Ursache: Zu feuchte Lagerung führt manchmal erst zu Fäulnis an einzelnen Stellen, während andere Bereiche austrocknen. Von außen wirkt die Knolle dann schrumpelig, obwohl innen schon Schäden laufen. Genau deshalb lohnt sich immer ein Blick auf die gesamte Knolle und nicht nur auf die Oberfläche.
Die häufigsten Lagerfehler
Schrumpelige Dahlienknollen entstehen selten durch nur einen einzigen Auslöser. Häufig kommen mehrere kleine Fehler zusammen, die sich über Wochen oder Monate summieren. Besonders oft sind folgende Bedingungen beteiligt:
- zu trockene Luft im Lagerraum
- zu hohe Temperaturen
- starker Wechsel zwischen warm und kalt
- fehlender Schutz durch leicht feuchtes Lagermaterial
- eingepackte, aber noch nicht ausreichend abgetrocknete Knollen
- beschädigte Knollen mit offenen Stellen
Zu trockene Luft ist einer der Klassiker. Ein Heizungsraum, Dachboden mit Temperaturschwankungen oder ein offener Schuppen mit Zugluft entzieht den Knollen schnell Wasser. Die äußeren Gewebe ziehen sich zusammen, und die Knolle verliert ihr pralles Aussehen.
Zu feuchte Lagerung ist mindestens ebenso kritisch. Wer Dahlien in geschlossene Beutel steckt oder in nasses Material legt, riskiert Schimmel, Fäulnis und weiche Stellen. Die Knolle kann dabei äußerlich noch relativ fest wirken, obwohl sie bereits innerlich abbaut. Das macht die Diagnose tückisch.
Der richtige Lagerort
Ein guter Lagerort ist kühl, frostfrei und möglichst gleichmäßig. Ideal ist ein Bereich, in dem die Temperatur weder dauerhaft hoch noch stark schwankend ist. Je stabiler das Klima, desto geringer ist das Risiko, dass die Knollen zu früh austreiben oder austrocknen.
Zu warm bedeutet oft: Die Knollen verbrauchen ihre Reserven schneller. Zu kalt bedeutet: Frostschäden oder Zellschäden, die später ebenfalls zu Schrumpfen und Fäulnis führen können. Ein ungeheizter Keller ist deshalb häufig besser als Wohnungsnähe, aber auch hier kommt es auf Luftfeuchte und Belüftung an.
Ein dunkler Lagerplatz hilft zusätzlich, weil Licht den Austrieb fördern kann. Das ist besonders wichtig, wenn Dahlien schon früh im Jahr wieder in Bewegung geraten. Sobald eine Knolle austreibt, steigen ihr Wasserbedarf und der Energieverbrauch deutlich an.
Feuchtigkeit richtig ausgleichen
Die beste Lagerung ist weder staubtrocken noch klamm. Dahlienspeicher brauchen eine Umgebung, die Feuchteverluste bremst, ohne nasse Oberflächen zu erzeugen. Genau dieser Mittelweg ist oft der entscheidende Punkt.
Leicht feuchtes, lockeres Material wie trockenes Torfsubstrat, Vermiculit oder Zeitungspapier kann helfen, solange es nicht durchnässt ist. Es soll die Knolle umgeben, ohne sie abzudichten. Luftzirkulation bleibt wichtig, denn stehende Feuchte ist ein guter Startpunkt für Pilzprobleme.
Wenn ein Lagerraum sehr trocken ist, kann man die Knollen kontrolliert in Kisten mit einem passenden Füllmaterial legen. Ist der Raum dagegen ohnehin feucht, sollte man auf zu dichtes Verpacken verzichten. Sonst entsteht leicht ein Mikroklima, das Fäulnis begünstigt.
Ein einfacher Prüfgedanke hilft: Fühlt sich die Verpackung kühl, muffig oder dauerhaft feucht an, ist sie meist zu nass. Ist das Material dagegen staubtrocken und die Knollen wirken sichtbar schlaff, fehlt Feuchteschutz. Dann braucht es ein ausgewogeneres Lagerkonzept.
So gehst du vor dem Einlagern vor
Der Zustand beim Einräumen entscheidet stark darüber, wie die Knollen den Winter überstehen. Wer hier sauber arbeitet, erspart sich im Frühjahr oft böse Überraschungen.
- Knollen nach dem Ausgraben vorsichtig von Erde befreien.
- Beschädigte oder faulige Stellen genau prüfen.
- Die Knollen einige Tage an einem luftigen, schattigen Ort abtrocknen lassen.
- Nur vollständig trockene Exemplare einlagern.
- Passendes, nicht nasses Lagermaterial verwenden.
- Die Kiste regelmäßig kontrollieren, ohne alles unnötig zu bewegen.
Besonders wichtig ist das Abtrocknen. Bleiben Reste von Nässe an der Oberfläche, steigt das Risiko für Schimmel und Fäulnis deutlich. Zu langes Trocknen in warmer Luft ist aber ebenfalls ungünstig, weil die Knollen dann schon vor der Winterruhe Feuchtigkeit verlieren.
Woran du schrumpelige Knollen erkennst
Schrumpeln zeigt sich oft zuerst an der Haut. Die Oberfläche wirkt faltig, die Knolle fühlt sich leichter an, und der Druck unter den Fingern gibt etwas nach. Das ist ein typisches Zeichen dafür, dass Wasser verloren gegangen ist.
Wenn die Knolle nur leicht runzlig ist, aber fest bleibt, besteht noch Hoffnung. Solche Exemplare treiben im Frühjahr häufig trotzdem aus, wenn die Augen gesund geblieben sind. Ist die Knolle dagegen sehr weich, dunkel verfärbt oder riecht unangenehm, spricht das eher für Fäulnis.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Trockenstress und Krankheitsbeginn. Schrumpeln allein ist noch kein Todesurteil. Schrumpeln plus weiche Stellen, dunkle Flecken oder Schimmel sollte man dagegen sehr ernst nehmen.
Was du bei leicht geschrumpften Knollen tun kannst
Leicht geschrumpelte Knollen lassen sich oft noch retten, wenn sie innen gesund sind. Der erste Schritt ist ein gründlicher Blick auf Festigkeit, Geruch und sichtbare Schäden. Danach kann man entscheiden, ob die Knolle nur mehr Schutz braucht oder ob sie aussortiert werden sollte.
Ist die Knolle noch fest, kann ein etwas feuchteres, aber luftiges Lagermaterial helfen. Manchmal genügt es auch, die Lagerbedingungen zu prüfen und den Raum weniger trocken zu halten. Wer solche Knollen bis zum Frühling beobachtet, erkennt schnell, ob sie stabil bleiben oder weiter abbauen.
Falls die Knolle nur geringfügig geschrumpft ist, aber noch gesund wirkt, sollte man sie nicht zu früh wegwerfen. Dahlien überraschen im Frühjahr nicht selten mit kräftigem Neuaustrieb, obwohl sie im Winter etwas gelitten haben.
Typische Missverständnisse
Ein häufiger Irrtum lautet: Je trockener die Lagerung, desto besser. Das stimmt nur bis zu einem gewissen Punkt. Zu trockene Luft entzieht der Knolle Wasser, und am Ende leidet die Vitalität im Frühjahr.
Ein zweites Missverständnis ist, dass jede weich wirkende Knolle automatisch verfault sein muss. Manche Knollen verlieren vor allem Wasser und wirken deshalb schlaff, bleiben innen aber gesund. Wer nur nach dem äußeren Eindruck urteilt, wirft manchmal noch rettbare Exemplare weg.
Ebenso problematisch ist der Gedanke, man müsse Dahlienknollen am besten luftdicht verpacken. Das schützt zwar vor Austrocknung, schließt aber Feuchte ein. Genau dadurch können sich Schimmel und Fäulnis unbemerkt entwickeln.
Praxis aus dem Gartenalltag
Eine Dahlienknolle lag den Winter über in einem Kellerregal neben Kartons und wirkte im Februar sichtbar zusammengeschrumpft. Die Ursache war nicht Frost, sondern ein sehr trockener Raum mit Heizungsnähe. Nach dem Umlegen in eine Kiste mit trockenem, leicht feuchtes Material ausgleichendem Füllstoff blieb sie stabil und trieb später noch aus.
In einem anderen Fall standen mehrere Knollen in einer geschlossenen Plastiktüte im kühlen Schuppen. Außen sahen sie zunächst ordentlich aus, innen hatten sich jedoch weiche Stellen und Schimmel entwickelt. Hier war die Luftfeuchte zu hoch, und die fehlende Belüftung hat das Problem beschleunigt.
Manchmal hilft auch der Blick auf die Vorgeschichte. Eine Knolle, die beim Ausgraben schon verletzt wurde, verliert im Winter schneller Feuchtigkeit und reagiert empfindlicher auf Lagerfehler. Solche Exemplare brauchen besondere Aufmerksamkeit und sollten getrennt von gesunden Knollen aufbewahrt werden.
Wann Sortieren sinnvoll ist
Nach dem Ausgraben lohnt sich eine kleine Auswahl. Gesunde, feste Knollen kommen in die normale Lagerung. Beschädigte, stark geschrumpfte oder verdächtig weiche Exemplare legt man besser separat, damit ein Problem nicht auf andere übergeht.
Das ist vor allem dann wichtig, wenn Schimmel oder Fäulnis im Spiel sind. Ein einzelnes faules Stück kann im Laufe der Zeit benachbarte Knollen anstecken, besonders bei enger Lagerung. Wer regelmäßig prüft und beschädigte Teile entfernt, hält den Bestand deutlich stabiler.
Bei leichten Schäden muss man nicht sofort radikal aussortieren. Oft reicht es, die betroffenen Knollen im Blick zu behalten und sie im Frühjahr als Erste auf Austrieb zu prüfen.
Fragen und Antworten
Warum schrumpfen Dahlienknollen im Keller?
Meist liegt es an zu trockener Luft, zu warmer Lagerung oder an einem ungeeigneten Verpackungsmaterial. Die Knollen verlieren Wasser über Wochen hinweg und ziehen sich deshalb zusammen.
Wenn zusätzlich Temperaturwechsel auftreten, verstärkt das den Effekt. Die Speicher reagieren dann empfindlicher und bauen schneller ab.
Ist eine schrumpelige Knolle noch zu retten?
Ja, oft schon, wenn sie innen fest bleibt und gesund riecht. Leichte Runzeln sind noch kein sicheres Aus für die Knolle.
Weiche, dunkel verfärbte oder modrig riechende Exemplare sollten dagegen eher aussortiert werden. Dort ist das Risiko für Fäulnis zu hoch.
Wie feucht darf das Lagermaterial sein?
Es darf leicht ausgleichend wirken, aber nie nass oder klamm sein. Das Material soll Feuchtigkeit halten, ohne die Oberfläche der Knolle dauerhaft zu benetzen.
Wenn du beim Anfassen Feuchtigkeit spürst oder Geruch wahrnimmst, ist das Lagerklima meist schon zu feucht.
Welche Temperatur ist für Dahlienknollen sinnvoll?
Am besten bleibt der Raum kühl und frostfrei, mit möglichst wenig Schwankung. Zu warme Räume lassen die Knollen schneller altern.
Frost ist ebenfalls problematisch, weil er Zellen schädigen kann. Stabilität ist hier wichtiger als ein exakt millimetergenauer Wert.
Wie oft sollte man die Knollen kontrollieren?
Ein Blick alle paar Wochen ist sinnvoll, vor allem bei unsicherem Lagerklima. So erkennst du Austrocknung, Schimmel oder Fäulnis früh genug.
Ständiges Auspacken ist aber unnötig, weil jede Störung das Klima verändert. Ruhige, gezielte Kontrolle reicht meist aus.
Kann man schrumpelige Knollen wieder befeuchten?
Ein leicht feuchteres Lagermilieu kann helfen, aber direktes Wässern ist riskant. Eine geschwächte Knolle nimmt Wasser nur begrenzt auf und kann dabei leicht faulen.
Die bessere Lösung ist ein ausgewogener Lagerplatz mit passender Luftfeuchte. Das schützt die Knolle langfristiger.
Woran erkenne ich Fäulnis statt Austrocknung?
Fäulnis zeigt sich oft durch weiche Stellen, dunkle Verfärbungen und unangenehmen Geruch. Austrocknung macht die Knolle eher runzlig und schlaff, aber nicht muffig.
Wenn du unsicher bist, hilft ein vorsichtiges Einschneiden in einen auffälligen Bereich. Ist das Gewebe braun und matschig, liegt sehr wahrscheinlich Fäulnis vor.
Sind Kisten besser als Beutel?
Für Dahlienknollen sind luftdurchlässige Kisten meist die sicherere Wahl. Sie verhindern, dass sich Feuchtigkeit staut und Schimmel ausbreitet.
Beutel funktionieren nur dann ordentlich, wenn die Knollen sehr trocken sind und trotzdem noch etwas Luft bekommen. Geschlossene Plastiktüten sind eher ungünstig.
Warum treiben manche Knollen trotz Schrumpeln im Frühjahr aus?
Weil die Speicher manchmal nur Wasser verloren haben, die Wachstumspunkte aber intakt geblieben sind. Dann reicht die Restenergie noch für einen Austrieb.
Solche Pflanzen starten häufig etwas schwächer, können sich aber im Beet wieder erholen. Gute Pflege nach dem Auspflanzen hilft ihnen dabei.
Welche Fehler machen Gartenfreunde beim Einlagern am häufigsten?
Sehr oft wird zu früh, zu nass oder in einem zu warmen Raum gelagert. Ebenfalls häufig sind geschlossene Behälter ohne Luftaustausch.
Wer die Knollen sauber abtrocknet, locker lagert und das Klima im Blick behält, reduziert die Ausfälle deutlich.
Schrumpelige Dahlienknollen sind meist ein Zeichen für falsche Lagerung, zu trockene Luft oder zu viel Feuchtigkeit. Wer beim Einlagern sauber arbeitet und den Lagerplatz regelmäßig prüft, schützt die Knollen deutlich besser vor Verlusten.
Entscheidend ist die Balance: kühl, frostfrei, luftig und mit einem Feuchtepolster, das Austrocknung bremst. Dann steigen die Chancen, dass die Dahlien im Frühjahr wieder kraftvoll austreiben.
Woran der Wasserhaushalt im Lager wirklich scheitert
Bei Dahlienknollen spielt nicht nur die Temperatur eine Rolle, sondern vor allem das Gleichgewicht zwischen Restfeuchte in der Knolle und der Luftfeuchte im Lagerraum. Zu trockene Luft zieht Wasser aus dem Gewebe, während zu nasses Lagermaterial oder stehende Feuchtigkeit das Risiko für Fäulnis erhöht. Beides führt dazu, dass Knollen an Spannkraft verlieren und im Frühjahr schwächer austreiben.
Besonders wichtig ist ein ruhiger Lagerplatz mit gleichmäßigen Bedingungen. Starke Schwankungen zwischen warm und kalt oder trocken und feucht bringen die Knollen schneller aus dem Takt. Wer die Überwinterung gut vorbereitet, sorgt deshalb nicht nur für Schutz vor Frost, sondern auch für einen ausgeglichenen Feuchtigkeitsverlauf.
Hilfreich ist es, die Lagerung als kontrollierten Ruhezustand zu verstehen. Die Knollen sollen weder austrocknen noch aufquellen. Genau in diesem Bereich passieren die meisten Fehler, die später an faltiger Oberfläche, weichen Stellen oder geschrumpften Trieben sichtbar werden.
Geeignete Materialien für die Einlagerung
Das Lagergut rund um die Knolle entscheidet mit darüber, wie viel Feuchte abgegeben oder aufgenommen wird. Luftdurchlässige Materialien sind meist besser als geschlossene, nasse oder stark verdichtete Füllstoffe. Sie helfen, die Feuchte moderat zu halten und schaffen Abstand zwischen den einzelnen Knollen.
- Lockerer Sand speichert etwas Feuchte, ohne die Knollen zu umhüllen.
- Trockene Holzspäne oder Hobelspäne wirken ausgleichend, wenn sie nicht zu fein sind.
- Torffreie Substrate mit grober Struktur können geeignet sein, sofern sie nur leicht feucht sind.
- Zeitungspapier oder Pappe unterstützt trockene Lagerung, ersetzt aber keine Kontrolle.
Weniger passend sind Materialien, die Wasser zu stark festhalten oder an den Knollen kleben. Dazu gehören dauerhaft nasse Erde, sehr dichter Kompost und schlecht belüftete Säcke. Auch zu feines, staubiges Material kann sich verdichten und den Luftaustausch behindern.
Wie du den Zustand während der Winterruhe im Blick behältst
Eine sorgfältige Kontrolle muss nicht aufwendig sein, sollte aber regelmäßig stattfinden. Schon ein kurzer Blick alle paar Wochen reicht oft aus, um Veränderungen früh zu erkennen. Wer dabei die Knollen leicht anhebt, sieht schnell, ob sie noch fest sind, sichtbar Falten werfen oder an einzelnen Stellen nachgeben.
Wichtig ist ein ruhiger Umgang. Häufiges Auspacken, starke Temperatursprünge und direkte Wärme aus dem Wohnraum tun den Knollen nicht gut. Besser ist es, nur so viel zu prüfen, wie für die Einschätzung notwendig ist, und das Lager danach wieder zügig zu schließen.
- Knollen vorsichtig aus dem Lager nehmen und lose Anhaftungen prüfen.
- Oberfläche auf runzelige, weiche oder glasige Stellen ansehen.
- Lagerstoff auf Feuchtigkeit kontrollieren und bei Bedarf leicht anpassen.
- Schadhafte oder deutlich veränderte Knollen getrennt ablegen.
- Alles wieder trocken und luftig einräumen, ohne die Knollen zu pressen.
Was im Frühjahr beim Austrieb hilft
Im Frühjahr entscheidet der Übergang aus der Ruhephase oft darüber, wie gut eine Knolle wieder in Gang kommt. Ein behutsames Vortreiben in lockerer Erde oder in einem warmen, hellen Bereich kann geschwächte Exemplare unterstützen. Dabei geht es nicht darum, die Knollen künstlich zu pushen, sondern ihnen einen gleichmäßigen Start zu geben.
Leicht geschrumpfte Knollen profitieren meist von mäßiger Feuchte im Substrat und von guten Wachstumsbedingungen. Die Erde darf nie durchnässt sein, sollte aber auch nicht komplett austrocknen. Sobald sich neue Augen und erste Triebe zeigen, ist eine stabile Wasserversorgung sinnvoller als wechselnde Gaben.
Für den Pflanzstart im Beet oder im Topf zählt außerdem ein warmer Boden. Kalte, schwere Erde bremst die Erholung der Knollen deutlich. Eine Pflanzung in lockere, humose Erde mit guter Drainage unterstützt den Neustart und reduziert das Risiko, dass weitere Feuchteprobleme auftreten.
Vorbeugung für die nächste Saison
Wer Dahlien über Jahre gesund überwintern möchte, sollte die Lagerung schon beim Ausgraben mitdenken. Saubere Schnittstellen, gut abgetrocknete Knollen und ein passender Lagerort sind die wichtigste Grundlage. Ebenso sinnvoll ist es, Sorten getrennt zu beschriften, damit sich auffällige Entwicklungen später leichter zuordnen lassen.
Praktisch ist eine einfache Routine am Ende der Saison. So lassen sich Fehler aus dem Vorjahr schneller erkennen und im neuen Winter vermeiden.
- Knollen erst einlagern, wenn die Oberfläche abgetrocknet ist.
- Beschädigte Stellen vor dem Einlagern prüfen und bei Bedarf aussortieren.
- Nur leicht feuchtes, luftiges Lagermaterial verwenden.
- Behälter so wählen, dass Luft zirkulieren kann.
- Den Lagerplatz vor der Einlagerung auf Temperatur und Trockenheit kontrollieren.
So bleiben die Chancen besser, dass die Knollen im Frühjahr fest, vital und gut austreibfähig sind. Gerade bei Dahlien zahlt sich ein ruhiger, ausgewogener Umgang mit Feuchtigkeit aus, weil die Pflanzen empfindlich auf Übermaß und Mangel reagieren. Mit etwas Aufmerksamkeit während der Lagerzeit lassen sich viele Ausfälle vermeiden und die nächste Blütephase deutlich sicherer vorbereiten.
Häufige Fragen zur Lagerung von Dahlienknollen
Wie oft sollte ich eingelagerte Knollen kontrollieren?
Ein Blick alle zwei bis vier Wochen reicht meist aus. So lassen sich Austrocknung, Schimmel oder beginnende Fäulnis rechtzeitig erkennen, bevor größere Schäden entstehen.
Woran erkenne ich, ob das Lagermaterial zu trocken ist?
Ist Torf, Sand oder Holzwolle stark ausgedörrt und die Knollen wirken hart, runzlig und leicht, fehlt meist Feuchtigkeit in der Umgebung. Das Material sollte nur leicht anfeuchtet wirken, nicht nass sein.
Wie lässt sich zu viel Feuchtigkeit im Lagerraum vermeiden?
Wichtig sind Luftzirkulation, ein kühler Standort und ein Behälter, der nicht komplett abdichtet. Steht Kondenswasser an Wänden, Kisten oder Deckeln, ist der Raum zu feucht und die Knollen brauchen mehr Belüftung.
Kann ich schlaffe Knollen im Frühjahr noch verwenden?
Leicht runzelige Knollen treiben oft noch aus, solange der Hals fest und gesund bleibt. Sind sie jedoch stark ausgehöhlt, weich oder riechen unangenehm, ist das Risiko für einen guten Start deutlich geringer.
Warum werden Dahlienknollen trotz guter Lagerung kleiner?
Auch bei passenden Bedingungen verlieren Knollen über die Wintermonate etwas Wasser. Das ist bis zu einem gewissen Maß normal, solange sie nicht stark einfallen oder ihre Festigkeit verlieren.
Welche Rolle spielt das Gefäß bei der Überwinterung?
Kisten, Kartons und luftdurchlässige Behälter helfen, ein ausgewogenes Klima zu halten. In dicht verschlossenen Säcken staut sich Feuchte schneller, was Fäulnis begünstigen kann.
Sollte ich Knollen vor dem Einlagern waschen?
Vom Waschen ist meist abzuraten, weil zusätzliche Nässe die Trocknungsphase verlängert. Besser ist es, grobe Erde vorsichtig zu entfernen und die Knollen vor dem Einräumen ausreichend abtrocknen zu lassen.
Wie viel Restfeuchte verträgt das Lagermedium?
Das Material darf leicht anfeuchten, sollte aber nie klatschnass sein. Ein guter Test ist die Handprobe: Lässt sich das Medium formen, ohne Wasser abzugeben, liegt es meist im passenden Bereich.
Was tun, wenn einzelne Knollen faulen?
Betroffene Exemplare sollten sofort aus dem Lager genommen werden, damit sich der Schaden nicht ausbreitet. Danach prüfst du die übrigen Knollen sorgfältig und ersetzt angefeuchtetes oder verschmutztes Lagermaterial bei Bedarf.
Ist ein warmer Keller für Dahlien geeignet?
Zu hohe Temperaturen lassen die Knollen schneller Wasser verlieren und fördern oft vorzeitiges Austreiben. Für eine ruhige Winterruhe ist ein kühler, frostfreier Raum meist die bessere Wahl.
Wie kann ich den Zustand der Knollen bis zum Frühjahr stabil halten?
Am wichtigsten sind gleichmäßige Kühle, mäßige Feuchte und regelmäßige Sichtkontrollen. Wer zusätzlich beschädigte Stellen entfernt und die Knollen einzeln übersichtlich lagert, schafft gute Bedingungen für den Austrieb im neuen Gartenjahr.
Fazit
Runzelige Dahlienknollen sind meist ein Hinweis auf ein Ungleichgewicht zwischen Trockenheit und Feuchte im Lager. Mit dem passenden Lagerort, etwas Luftaustausch und regelmäßiger Kontrolle bleiben die Knollen deutlich vitaler bis zur Pflanzzeit.