Sternrußtau an Rosen vorbeugen: Blätter stärken und Ausbreitung bremsen

Lesedauer: 15 Min
Aktualisiert: 5. Juni 2026 11:37

Sternrußtau lässt sich an Rosen deutlich eindämmen, wenn der Standort passt, die Blätter nach Regen schnell abtrocknen und die Pflanze insgesamt widerstandsfähig bleibt. Wer früh auf luftige Krone, sauberes Gießen und regelmäßige Pflege achtet, bremst die Ausbreitung oft schon, bevor der typische schwarze Blattbefall richtig Fahrt aufnimmt.

Die Krankheit kommt besonders gern dort vor, wo Rosen zu dicht stehen, das Laub lange nass bleibt oder die Pflanze im Sommer schon geschwächt ist. Genau deshalb hilft eine Kombination aus Vorbeugung, Pflege und Hygiene im Beet am zuverlässigsten.

Woran du den Befall früh erkennst

Sternrußtau zeigt sich zuerst als dunkle, sternförmig ausfransende Flecken auf den Blättern. Später vergilben die betroffenen Blätter, rollen sich ein und fallen ab, oft schon im unteren Bereich der Rose.

Der Pilz beginnt meist an älteren Blättern und arbeitet sich dann nach oben, wenn die Bedingungen passen. Ein einzelnes Blatt mit Flecken ist noch kein Drama, aber viele kleine schwarze Punkte an mehreren Trieben sind ein klares Zeichen, dass die Pflanze Unterstützung braucht.

Wichtig ist die Unterscheidung zu anderen Blattproblemen. Nährstoffmangel, Sonnenstress oder ein falsches Gießverhalten können ähnliche Symptome auslösen, doch die schwarzen, meist scharf begrenzten Flecken sprechen sehr typisch für Sternrußtau. Wenn die Flecken unregelmäßig werden und das Laub danach frühzeitig gelb abwirft, ist der Verdacht besonders stark.

Warum Rosen anfällig werden

Der Pilz liebt Feuchtigkeit, stehende Luft und geschwächtes Laub. Das ist kein Zufall, sondern die klassische Mischung, bei der Rosen schnell ins Hintertreffen geraten. Besonders gefährdet sind Beete, in denen über Kopf gegossen wird, Hecken oder Mauern den Luftaustausch bremsen oder der Boden permanent feucht bleibt.

Auch die Rosensorte spielt eine Rolle. Manche Sorten kommen mit wechselhaftem Wetter besser zurecht, andere zeigen schon bei kleineren Pflegefehlern deutliche Symptome. Wer bei der Pflanzung auf robuste Sorten achtet, erspart sich später viel Ärger im Beet.

Ein weiterer Punkt wird oft unterschätzt: Zu viel Stickstoff macht weiches, anfälliges Gewebe. Solches Blattwerk wirkt zwar sattgrün und üppig, ist aber für Pilzkrankheiten oft ein offenes Tor. Rosen brauchen Nährstoffe, aber eben ausgewogen und passend zur Jahreszeit.

Der beste Start: Standort und Pflanzabstand

Vorbeugung beginnt schon beim Einpflanzen. Rosen stehen am gesündesten, wenn der Platz luftig ist, die Sonne mehrere Stunden erreicht und der Boden Wasser gut abführen kann. Ein Standort mit Morgensonne ist besonders hilfreich, weil das Laub dann schneller abtrocknet.

Der Pflanzabstand sollte so gewählt sein, dass Luft zwischen den Trieben zirkulieren kann. Zu eng gesetzte Rosen werden innen schnell schattig und feucht, und genau dort beginnen viele Pilzprobleme. Wer Beete gern dicht bepflanzt, sollte bei Rosen bewusst etwas großzügiger planen.

Auch der Boden macht einen Unterschied. Lockere, humose Erde unterstützt kräftiges Wachstum, während verdichtete, nasse Böden die Pflanzen schwächen. Bei schweren Böden lohnt sich häufig eine Verbesserung mit Kompost und strukturstabilisierenden Materialien, damit Wasser nach Regen nicht lange stehen bleibt.

Richtig gießen, damit das Laub trocken bleibt

Rosen mögen gleichmäßige Feuchtigkeit im Wurzelbereich, aber nasse Blätter sind eine Einladung für Pilzkrankheiten. Am besten gießt du morgens direkt an den Boden und möglichst nicht über die Blätter. So können Tropfen und Spritzwasser bis zum Abend abtrocknen.

Anleitung
1Den Boden rund um die Rose vorsichtig lockern, ohne die Hauptwurzeln zu verletzen.
2Reifen Kompost flach einarbeiten oder als dünne Schicht aufbringen.
3Mulch nicht bis an den Stängel schieben, sondern Abstand halten.
4Nach starken Regenfällen auf Verdichtung und Staunässe achten.

Eine tiefere, seltener nötige Wassergabe ist meist besser als häufiges oberflächliches Nachgießen. Das regt die Wurzeln an, tiefer zu wachsen, und macht die Pflanze insgesamt stabiler. Gleichzeitig sinkt das Risiko, dass das Beet ständig feucht bleibt.

Wenn du mit Schlauch, Gießkanne oder Tropfbewässerung arbeitest, lohnt sich ein kurzer Blick auf die Blattunterseiten und den unteren Bereich der Rose. Gerade dort sammelt sich Feuchtigkeit, und dort beginnt der Pilz oft zuerst. Wer nach dem Gießen noch nasse Blätter sieht, hat die Wassermenge meist am falschen Ort eingesetzt.

Blätter stärken mit ausgewogener Pflege

Starke Blätter sind weniger anfällig, weil sie Belastungen besser verkraften. Das erreichst du vor allem durch ausgewogene Düngung, eine gute Bodenstruktur und genügend Licht. Rosen, die dauerhaft im Nährstoffüberfluss stehen, wirken zwar schnell imposant, sind aber empfindlicher als gut versorgte, ausgewogen gewachsene Pflanzen.

Im Frühjahr ist eine kräftige, aber nicht übertriebene Grundversorgung sinnvoll. Später im Jahr sollte die Stickstoffgabe eher zurückhaltend sein, damit das Gewebe ausreifen kann. Zu weiches Wachstum im Spätsommer begünstigt Probleme, wenn feuchtes Wetter einsetzt.

Auch Mulch kann helfen, wenn er richtig eingesetzt wird. Eine dünne Schicht organisches Material hält den Boden gleichmäßig feucht und reduziert Spritzwasser auf das Laub. Wichtig ist nur, den Wurzelhals frei zu lassen, damit dort keine dauerhafte Nässe entsteht.

Schnitt und Auslichtung bremsen die Ausbreitung

Ein luftiger Rosenschnitt ist einer der wirksamsten Hebel gegen Sternrußtau. Wenn Triebe sich kreuzen, dicht in der Mitte stehen oder alte, schwache Partien das Innere verdichten, bleibt Feuchtigkeit länger hängen. Genau solche Stellen solltest du beim Schnitt bevorzugen.

Entferne abgestorbene, geschwächte und nach innen wachsende Triebe. Das verbessert die Luftzirkulation und sorgt dafür, dass die Sonne wieder an die Mitte der Pflanze kommt. Je schneller das Laub nach Regen trocknet, desto schlechter haben Pilzsporen es.

Auch Verblühtes regelmäßig abzunehmen hilft, weil die Pflanze weniger Energie in alte Teile steckt. Die Rose kann sich dann stärker auf neues, gesundes Blattwerk konzentrieren. Wer dabei sauber arbeitet und die Schere zwischendurch reinigt, verteilt Krankheitserreger nicht unnötig weiter.

Was du bei befallenen Blättern tun solltest

Bereits stark befallene Blätter gehören aus dem Beet entfernt. Liegen sie am Boden, können die Sporen dort überdauern und beim nächsten feuchten Wetter wieder aktiv werden. Das ist besonders wichtig im Herbst, wenn der Befall oft unbemerkt in die nächste Saison mitgenommen wird.

Kranke Blätter sollten nicht auf den Kompost, wenn dort keine ausreichend heiße, sichere Verrottung stattfindet. Besser ist das Entsorgen über den Hausmüll oder eine Gartenentsorgung, je nach örtlicher Regelung. So reduzierst du die Sporenlast im Garten spürbar.

Wenn nur einzelne Blätter betroffen sind, kannst du früh eingreifen und den Rest der Pflanze beobachten. Zeigen sich innerhalb weniger Tage neue Flecken, ist meist die Umgebung zu feucht oder die Rose zu dicht aufgebaut. Dann lohnt sich eine zusätzliche Auslichtung und ein genauer Blick auf das Gießverhalten.

Hygiene im Garten macht einen großen Unterschied

Wer mit Schere, Handschuhen und Trieben arbeitet, sollte sauber bleiben. Pilzsporen wandern gern über Werkzeuge, besonders wenn direkt von einer kranken zu einer gesunden Rose gewechselt wird. Ein kurzer Reinigungsschritt zwischen zwei Pflanzen kann daher viel bewirken.

Auch heruntergefallenes Laub am Boden ist nicht zu unterschätzen. Im dicht bepflanzten Beet bleibt es leicht liegen, vor allem unter Sträuchern und in kleinen Ecken. Dort reifen Sporen oft ungestört aus, wenn niemand regelmäßig nachsieht.

Rosenreste, Laub und Schnittgut sollten also nicht einfach unter dem Busch verschwinden. Ein aufgeräumter Bereich um die Pflanze ist kein Luxus, sondern ein einfacher Schutz gegen ständige Neuinfektionen.

Wenn das Wetter mitspielt oder gegenarbeitet

Ein feuchter Sommer mit warmen Tagen und kühlen Nächten ist für Sternrußtau besonders günstig. Dann entstehen auf den Blättern immer wieder feuchte Phasen, die der Pilz für seine Ausbreitung nutzt. In solchen Jahren muss die Pflege etwas wachsamer sein als sonst.

Bei längeren Regenphasen ist es sinnvoll, den Fokus auf Belüftung und Hygiene zu legen. Entferne befallene Blätter früh, halte den Boden frei von Laub und vermeide zusätzliche Nässe im oberen Pflanzenbereich. Wenn möglich, hilft auch eine leicht geschützte, aber luftige Pflanzsituation unter offenen Strukturen statt in windstillen Nischen.

In trockeneren Perioden sieht man oft weniger Symptome, doch das bedeutet nicht automatisch Entwarnung. Der Pilz kann im Hintergrund weiter vorhanden sein und bei der nächsten nassen Phase wieder zuschlagen. Genau deshalb sollte die Vorbeugung nicht nur dann stattfinden, wenn die Flecken schon sichtbar sind.

So gehst du im Alltag sinnvoll vor

Ein überschaubarer Ablauf hilft, ohne den Gartenalltag unnötig kompliziert zu machen. Prüfe zuerst, ob das Laub morgens lange nass bleibt. Dann schaue auf den Stand der Pflanze: Ist es innen zu dicht, fehlen Luft und Licht? Erst danach lohnt sich der Blick auf Düngung und Bodenstruktur.

  • Gieße morgens direkt an den Wurzelbereich.
  • Entferne stark befallene Blätter sofort.
  • Lichte dichte Triebe behutsam aus.
  • Halte den Boden unter der Rose sauber.
  • Setze auf ausgewogene Nährstoffe statt Überdüngung.

Wer diese Reihenfolge beibehält, arbeitet an den wichtigsten Stellschrauben zugleich. Das Ergebnis ist meist weniger Neuaustrieb mit weichem Gewebe, schneller abtrocknendes Laub und ein insgesamt stabileres Beet.

Wann eine Rose besonders viel Unterstützung braucht

Neu gepflanzte Rosen sind empfindlicher, weil ihr Wurzelwerk noch nicht tief genug sitzt. Auch nach starkem Rückschnitt, Trockenstress oder einem Schädlingsbefall ist das Blattgewebe anfälliger. In solchen Phasen sollte die Rose nicht zusätzlich mit zu viel Dünger oder dauernder Nässe belastet werden.

Topfrosen sind ebenfalls ein Sonderfall, weil das Substrat schneller austrocknet, aber auch schneller umschlägt, wenn zu viel gegossen wird. Im Kübel muss daher die Balance besonders gut stimmen. Staunässe im Untersetzer oder dauerhaft nasses Substrat sind dort ein häufiger Auslöser für Folgeprobleme.

Auch alte Rosen in sehr kleinen Beeten geraten schneller an ihre Grenzen. Wenn Wurzeln kaum Platz haben oder der Boden über Jahre verdichtet wurde, reagiert die Pflanze empfindlicher auf Wetterwechsel. Dann lohnt sich oft eine Bodenverbesserung mehr als jedes kurzfristige Mittel gegen Flecken.

Typische Fehler, die den Pilz fördern

Ein häufiger Fehler ist das Gießen am Abend. Dann bleiben Blätter und Boden länger feucht, und die Nacht liefert ideale Bedingungen für den Pilz. Ein zweiter Klassiker ist das Gießen über das Laub, vor allem wenn die Rose ohnehin schon dicht steht.

Ebenso problematisch ist zu viel Stickstoff. Das führt zu schnell wachsendem, weichem Gewebe, das anfälliger ist als langsam und stabil gebildete Blätter. Wer Rosen zu „verwöhnen“ versucht, hilft ihnen also manchmal ausgerechnet damit am wenigsten.

Der dritte verbreitete Irrtum: Befallene Blätter einfach hängen lassen, weil sie ohnehin bald abfallen. Genau diese Blätter sind oft die Quelle für neue Sporen. Besser ist es, sie zügig zu entfernen und die Ursache im Standort oder in der Pflege mit anzupacken.

Was langfristig am besten schützt

Die wirksamste Vorsorge ist selten ein einzelner Trick, sondern das Zusammenspiel mehrerer kleiner Verbesserungen. Eine luftige Pflanzung, trockene Blätter, ein gesunder Boden und maßvolle Düngung bilden zusammen ein stabiles System. Dann hat der Pilz deutlich weniger Chancen, sich festzusetzen.

Wer seine Rosen regelmäßig beobachtet, merkt Veränderungen früh und kann reagieren, bevor das Laub großflächig leidet. Das spart Aufwand und erhält die Blühfreude der Pflanze über die Saison hinweg. Gerade im Garten lohnt sich dieser ruhige, vorausschauende Blick mehr als jede hektische Rettungsaktion.

Am Ende zählt vor allem, dass die Rose gut abtrocknen kann und nicht dauerhaft unter Stress steht. Dann bleibt das Laub länger gesund, und die Ausbreitung von Sternrußtau wird spürbar gebremst.

Ein robuster Rosengarten beginnt nicht erst bei der Behandlung sichtbarer Flecken, sondern bei der täglichen Pflege im Kleinen. Wer das Laub, die Triebe und den Boden im Blick behält, nimmt dem Pilz viele Angriffsflächen. Besonders hilfreich ist eine Kulturführung, die die Pflanze nicht einseitig zu stark antreibt, sondern gleichmäßig versorgt. So bleibt das Blattgewebe widerstandsfähiger und neue Infektionen finden schwerer Fuß.

Blattoberflächen widerstandsfähig halten

Gesunde Rosenblätter haben eine feste, gut versorgte Struktur. Damit das gelingt, braucht die Pflanze nicht nur Nährstoffe, sondern auch Ruhephasen ohne übermäßigen Stickstoffschub. Zu weiches, schnell wachsendes Gewebe ist anfälliger, weil es von Pilzen leichter besiedelt wird. Ein ausgewogener Rosendünger mit passendem Verhältnis von Nährstoffen unterstützt die Blattbildung, ohne nur auf sattes Grün zu setzen.

Auch Spurenelemente spielen eine Rolle. Magnesium, Kalium und Eisen tragen dazu bei, dass die Blätter kräftig bleiben und ihre Funktionen gut erfüllen. Bodenmüdigkeit, verdichtete Erde oder ein dauerhaft unausgeglichener pH-Wert schwächen dagegen die gesamte Pflanze. Wer Rosen länger am gleichen Standort kultiviert, sollte den Boden daher regelmäßig lockern und mit reifem Kompost oder geeigneter organischer Substanz verbessern.

  • Gleichmäßig düngen statt stark schwankend versorgen.
  • Stickstoff nicht überdosieren, damit das Laub nicht zu weich wird.
  • Boden im Wurzelbereich locker und humos halten.
  • Bei Mangelerscheinungen gezielt auf Spurenelemente achten.

Sortenwahl und Pflanzengesundheit zusammendenken

Manche Rosen bringen von Natur aus mehr Widerstandskraft mit als andere. Wer in Regionen mit feuchten Sommern oder langen Tauphasen gärtnert, ist mit robusten Sorten oft besser beraten als mit besonders empfindlichen Züchtungen. Das bedeutet nicht, dass widerstandsfähige Rosen gar keine Pflege brauchen. Sie verzeihen jedoch kleine Fehler eher und reagieren langsamer auf ungünstige Witterung.

Beim Kauf lohnt sich der Blick auf Wuchsform, Blattdichte und allgemeine Vitalität. Eine kräftige Pflanze mit gesundem Wurzelballen startet besser in die Saison als ein Exemplar, das bereits im Topf blasse oder fleckige Blätter trägt. Frisch gesetzte Rosen sollten nicht zu tief gepflanzt werden, damit der Bereich um den Wurzelhals gut abtrocknen kann. Auch eine gute Durchlüftung zwischen mehreren Pflanzen hilft, weil nasses Laub dann schneller abtrocknet.

Im Rosenbeet zahlt sich eine Mischung aus kräftigen, gut passenden Sorten und durchdachter Nachbarschaft aus. Zu dicht stehende Begleiter nehmen Licht und Luft, außerdem erschweren sie Pflege und Kontrolle. Wer den Rosen Platz gibt, schafft damit eine wichtige Grundlage für dauerhaft gesundes Laub.

Der Boden als stille Schutzschicht

Ein lebendiger Boden wirkt wie ein Puffer zwischen Pflanze und Stressfaktoren. Rosen danken eine Erde, die Wasser gut aufnimmt, aber keine Staunässe hält. Gerade in schweren Böden lohnt es sich, mit Sand, Kompost oder strukturstabilisierenden Zuschlägen zu arbeiten, damit die Wurzeln nicht unter Sauerstoffmangel leiden. Geschwächte Wurzeln liefern weniger Kraft an das Laub, und genau dort beginnt oft die anfälligere Phase.

Mulch kann hilfreich sein, wenn er sinnvoll eingesetzt wird. Eine dünne Schicht aus lockerem, gut abgelagertem Material hält die Feuchtigkeit im Boden und schützt vor Spritzwasser, das Erreger vom Boden auf die unteren Blätter tragen kann. Wichtig ist, den Bereich direkt am Stängel frei zu lassen, damit dort keine dauerhafte Nässe entsteht.

  1. Den Boden rund um die Rose vorsichtig lockern, ohne die Hauptwurzeln zu verletzen.
  2. Reifen Kompost flach einarbeiten oder als dünne Schicht aufbringen.
  3. Mulch nicht bis an den Stängel schieben, sondern Abstand halten.
  4. Nach starken Regenfällen auf Verdichtung und Staunässe achten.

Pflege über die Saison richtig abstimmen

Rosen profitieren von einer Pflege, die sich am Entwicklungsstand orientiert. Im Frühjahr darf das Wachstum angeregt werden, doch ab dem Hochsommer ist Zurückhaltung oft sinnvoller. Zu späte, kräftige Düngergaben fördern weiche Triebe, die vor dem Herbst nicht mehr ausreifen. Solches Gewebe bleibt anfälliger und kann auch bei ersten kühlen, feuchten Perioden leichter Schaden nehmen.

Nach einer längeren Regenphase ist ein prüfender Blick besonders wertvoll. Nicht jede Verfärbung deutet sofort auf einen starken Befall hin, doch verdächtige Blätter sollten zeitnah entfernt werden, damit die Pflanze nicht weiter belastet wird. Gleichzeitig lohnt sich ein Blick auf den Wasserhaushalt: Zu viel Nässe und zu wenig Luftbewegung schwächen die Rose, während ein ausgeglichener Standort ihr hilft, mit wechselnden Bedingungen besser zurechtzukommen.

Wer Rosen im Kübel hält, muss etwas genauer steuern. Töpfe trocknen schneller aus, stauende Nässe kann aber ebenso leicht entstehen. Eine gute Drainageschicht, ein ausreichend großes Gefäß und regelmäßiges, maßvolles Düngen sind hier besonders wichtig. So bleibt das Laub länger stabil und die Pflanze kann neue Triebe ohne unnötigen Stress bilden.

Fragen und Antworten

Wie lässt sich der Pilzbefall an Rosen im Alltag am besten begrenzen?

Am wirksamsten ist eine Kombination aus luftiger Pflanzung, gezieltem Gießen am Boden und einer regelmäßigen Kontrolle des Laubs. Entferne auffällige Blätter zügig und achte darauf, dass die Pflanze nicht durch Trockenstress, Nährstoffmangel oder verdichtete Krone geschwächt wird.

Welche Rolle spielt der Standort für gesunde Rosen?

Ein sonniger, gut belüfteter Platz lässt das Laub schneller abtrocknen und erschwert Pilzen die Ausbreitung. Rosen in dichten, schattigen Ecken bleiben länger feucht und reagieren deutlich empfindlicher auf ungünstige Witterung.

Wie oft sollte ich Rosen gießen, damit das Laub möglichst trocken bleibt?

Gieße lieber seltener, dafür durchdringend, damit die Wurzeln tief wachsen und die Pflanze stabil versorgt ist. Das Wasser gehört direkt an den Wurzelbereich, nicht über Blätter und Blüten, damit Feuchtigkeit auf dem Laub keine zusätzliche Angriffsfläche schafft.

Welche Pflege stärkt die Blätter besonders gut?

Eine bedarfsgerechte Düngung mit ausgewogenem Nährstoffverhältnis unterstützt festes, widerstandsfähiges Blattgewebe. Auch ein lockerer Boden, regelmäßiges Mulchen und ausreichend Wasser in Trockenphasen helfen der Rose, kraftvoll zu bleiben.

Wann ist ein Rückschnitt sinnvoll?

Ein luftiger Schnitt im passenden Zeitraum verbessert die Durchlüftung im Inneren der Pflanze und verringert feuchte Nischen. Entferne dabei auch schwache, kreuzende oder nach innen wachsende Triebe, damit Licht und Luft besser an das Laub gelangen.

Was mache ich mit abgefallenen Blättern unter der Rose?

Sammle befallenes Laub gründlich auf und entsorge es im Hausmüll oder über einen passenden Entsorgungsweg, damit keine Sporen im Beet bleiben. Liegen die Blätter unter der Pflanze, dienen sie dem Pilz als Reserve für die nächste Ausbreitungswelle.

Kann Mulch beim Schutz helfen?

Ja, eine lockere Mulchschicht hält den Boden gleichmäßiger feucht und reduziert Spritzwasser, das Sporen vom Boden auf das Laub befördern kann. Wichtig ist, den Bereich direkt am Stängel frei zu lassen, damit sich dort keine stauende Feuchtigkeit bildet.

Welche Rosen sind robuster gegen Blattkrankheiten?

Moderne, als robust gezüchtete Sorten kommen oft besser mit wechselhaftem Wetter und etwas höherem Krankheitsdruck zurecht. Dennoch brauchen auch solche Rosen gute Pflege, denn ein geeigneter Standort und saubere Kulturführung bleiben entscheidend.

Wie schnell sollte ich reagieren, sobald ich erste Flecken sehe?

Je früher du eingreifst, desto eher lässt sich die Ausbreitung verlangsamen. Entferne betroffene Blätter sofort, prüfe die übrige Pflanze sorgfältig und verbessere die Bedingungen am Standort, damit neue Infektionen schwerer Fuß fassen.

Hilft es, Rosen vorbeugend zu stärken, auch wenn noch kein Befall sichtbar ist?

Ja, vorbeugende Pflege ist besonders wertvoll, weil sie die Rose widerstandsfähiger macht, bevor Probleme auftreten. Eine kräftige Pflanze mit stabilem Blattwerk steckt ungünstige Phasen meist besser weg als eine geschwächte Rose.

Fazit

Ein gesunder Rosenbestand entsteht nicht durch eine einzelne Maßnahme, sondern durch das Zusammenspiel aus Standort, Pflege und sauberem Umgang mit kranken Pflanzenteilen. Wer die Pflanzen luftig hält, umsichtig gießt und das Laub regelmäßig im Blick behält, reduziert den Krankheitsdruck deutlich. So bleiben Rosen vital und können die Saison mit kräftigen Blättern besser durchstehen.

Checkliste
  • Gieße morgens direkt an den Wurzelbereich.
  • Entferne stark befallene Blätter sofort.
  • Lichte dichte Triebe behutsam aus.
  • Halte den Boden unter der Rose sauber.
  • Setze auf ausgewogene Nährstoffe statt Überdüngung.

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